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	<title>waldumbau Archive - Waldvision Nußloch</title>
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	<description>Ökologische Waldwirtschaft für Nußloch!</description>
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	<title>waldumbau Archive - Waldvision Nußloch</title>
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		<title>Aktiver Waldumbau &#8211; die richtige Strategie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerlind]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2023 18:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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    <p><img width="2048" height="1536" src="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-rotated.jpeg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Markierte Buchen" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-rotated.jpeg 2048w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-300x225.jpeg 300w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-1024x768.jpeg 1024w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-768x576.jpeg 768w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-1536x1152.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></p>
    Wie kann der Waldumbau in Zeiten des Klimawandels am besten gelingen? Ein Überblick aktueller Studien gibt Hinweise.]]></description>
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    <p><img width="2048" height="1536" src="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-rotated.jpeg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="Markierte Buchen" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" srcset="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-rotated.jpeg 2048w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-300x225.jpeg 300w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-1024x768.jpeg 1024w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-768x576.jpeg 768w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4901-1-1536x1152.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></p>
    
<p class="wp-block-paragraph">Der Klimawandel ist seit 2018 für alle sichtbar im deutschen Wald angekommen. Die Fichten, eigentlich Bewohner des kühleren Nordens und von Bergregionen, vertrocknen, werden damit anfällig für Borkenkäfer und sterben großflächig ab. Aber auch die Laubbäume leiden unter der Trockenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forstwirtschaft sieht ihr Heil und das unserer Wälder im Waldumbau, d.h. dem verstärkten Anbau von wärmeliebenden und trockenheitstoleranten Bäumen. Und das natürlich möglichst schnell. Baumarten aus der europäischen Mittelmeerregion bieten sich aus Sicht des Forstes an, auch wenn dieses im Widerspruch zu den Vorschriften von <a href="https://www.fsc-deutschland.de/wald/">FSC</a> und <a href="https://www.naturland.de/de/naturland/wofuer-wir-stehen/oeko-wald.html">Naturland</a>, und auch den <a href="https://waldvision-nussloch.de/2021/08/31/fauna-flora-habitat-managementplan/">FFH-Managementplänen</a> steht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus gutem Grund werden nicht-standortheimische Baumarten nur zu einem geringen Prozentsatz zugelassen. Baden-Württembergs zuständiger Minister, Peter Hauk, droht jedoch mit dem Austritt aus der FSC-Zertifizierung wenn deren Vorgaben nicht angepasst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Folgenden einige rezente wissenschaftliche Studien, die den Schluss zulassen, dass die geplanten Maßnahmen diese Erkenntnisse außer Acht lassen und unserem Wald eher Schaden zufügen werden, als ihm zu nützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aktuelle Studien</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Insektenrückgang auch im Wald</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-019-1684-3">Studie der TU München</a> belegt den Rückgang der Insektenzahl und der Vielfalt im deutschen Wald um 40% allein zwischen 2008 – 2017. Eine <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-019-1684-3">Folgestudie der TU Darmstadt</a> hat gezeigt, dass dieses im Zusammenhang mit der Forstwirtschaft steht: je mehr nicht-standortheimische Baumarten und je größer die Baumernte, umso größer der Rückgang. Die Biodiversität ist von herausragender Bedeutung für die Mitigation der Folgen des Klimawandels. Diese aufs Spiel zu setzen ist hochgradig gefährlich, wenn nicht gar verantwortungslos. Und es sind natürlich nicht nur die Insekten, für die nicht-standortheimische Baumarten keine gute Lebensgrundlage sind. Denn gleiches gilt selbstverständlich auch für die überlebenswichtigen Bodenorganismen, ohne die es kein Leben im Wald gibt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das genetische Potential und die Vielfalt der Buche</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="https://elifesciences.org/articles/65532">Studie zum genetischen Potential und zur Vielfalt der Buche</a> vom Senckenberg Institut in Frankfurt hat natürlicherweise trockenheitstolerante und trockenheitsgeschädigte Buchen auf demselben Areal in Hessen untersucht. Es wurden genetische Merkmale identifiziert, die eindeutig diesen Eigenschaften zugeordnet werden konnten. Das bedeutet, dass Buchen mit hoher Trockenheitstoleranz spezifisch ausgewählt bzw. gezüchtet werden können. Es scheint deshalb nicht notwendig, hier gebietsfremde, trockenheitstolerante Arten anzusiedeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Einfluss von Trockenheit auf das Wachstum von Buche und Fichte </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00468-020-01973-0">Studie der TU München</a> hat untersucht, wie das Wachstum von Buche und Fichte auf Trockenheit während der Vegetationsperiode reagiert. Dafür wurde ein Waldareal mithilfe einer Glaskonstruktion während der Vegetationsperioden zwischen 2014 und 2018 vom Regenfall abgeschirmt. Die Forscher haben festgestellt, dass das Wachstum der Buche um 43% und das der Fichte um 70% eingebrochen ist. Die letzten Jahre der Dürre haben dieses Experiment im großen Maßstab in ganz Deutschland nachgestellt. Wir können davon ausgehen, dass die Bäume nicht in dem Maße nachgewachsen sind, wie dieses in den 10 Jahre geltenden Forsteinrichtungswerken angenommen wurde, deren Daten noch auf Wachstumsraten vor Trockenheit beruhen. Das bedeutet, dass mit den festgesetzten Hiebraten zu viel Holz aus dem Wald entnommen wird. Generell werden 80% (teilweise auch signifikant mehr) des Zuwachses entnommen, d.h. bei Wachstumseinbruch wird damit über 100% dessen entnommen, was nachwächst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">AMOC und Golfstrom</h3>



<p class="wp-block-paragraph">IPCC Autor Prof. Stephan Rahmstorf (PIK Potsdam), hat verschiedene rezente Studien zur atlantischen meridionalen Umwälzzirkulation (AMOC – Atlantic Meridional Overturning Circulation), den meisten von uns sicher besser bekannt als maßgeblicher Teil des Golfstroms, <a href="https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/was-ist-los-mit-deratlantikzirkulation/? utm_source=pocket-newtab-global-de-DE">in einem Artikel</a> zusammengefasst. Er kommt zu dem Schluss, dass der Strom sich noch in diesem Jahrhundert, mit signifikanter Wahrscheinlichkeit eventuell sogar in den nächsten Jahrzehnten, abschwächt oder zusammenbricht. Hierzu auch ein <a href="https://www.tagesschau.de/wissen/klima/golfstrom-114.html?utm_source=pocket-newtabde- de">Bericht aus der Tagesschau</a>. Für das Klima hier würde das wieder eine Abkühlung bedeuten: wir wären mit den mittelmeerischen, wärmeliebenden Arten schlecht bedient.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was tun?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammengefasst gibt es sehr gute Gründe, den Wald nicht mit nicht-nativen Baumarten zu gestalten: Nicht standortheimische Baumarten gefährden die Biodiversität. Sie sind nicht notwendig, wenn das Potential unserer heimischen Bäume ausgeschöpft wird, insbesondere das der Buche. Und sie sind zu kurzfristig gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Des Weiteren muss das Ausmaß der Baumernte überdacht werden. Der Nachwuchs ist schon heute sicher geringer als angenommen, und wir müssen uns dringend Gedanken machen, wie wir mit dem Rohstoff Holz und dem Wald als einem Baustein in der Bekämpfung des Klimawandels umgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die auf sehr simplifizierenden Annahmen beruhenden Maßnahmen des Forstes können sehr viel Schaden anrichten. Es soll hier nur an die Fichten- und Kiefernplantagen erinnert werden, die auf 55% der Waldfläche Deutschlands stehen. Diese brechen jetzt zusammen, da alle die Erkenntnisse der Wissenschaft ignoriert haben – hinsichtlich des Klimawandels und seiner Folgen und auch hinsichtlich der Biodiversität, die in solchen Forsten äußerst gering ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir dürfen diese Fehler nicht wiederholen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/spechbach_067-1024x683.jpg" alt="Kastanienpflanzung" class="wp-image-2554" srcset="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/spechbach_067-1024x683.jpg 1024w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/spechbach_067-300x200.jpg 300w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/spechbach_067-768x512.jpg 768w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/spechbach_067-1536x1024.jpg 1536w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/spechbach_067.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>Klimastabiler Wald &#8211; aber wie?</title>
		<link>https://waldvision-nussloch.de/2023/08/18/klimastabiler-wald-aber-wie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerlind]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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    <p><img width="2048" height="1365" src="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/DSC03026.jpg" class="attachment-full size-full wp-post-image" alt="" style="max-width: 100%; height: auto; margin-bottom: 10px;" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/DSC03026.jpg 2048w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/DSC03026-300x200.jpg 300w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/DSC03026-1024x683.jpg 1024w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/DSC03026-768x512.jpg 768w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/DSC03026-1536x1024.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /></p>
    Wie kann man den Wald klimastabiler machen? Welchen Einfluss haben dabei mögliche Kipppunkte? Ein Appell für eine vorsichtige Herangehensweise beim Umbau des Waldes.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Klimawandel ist seit 2018 auch bei uns im Wald angekommen. Die Fichten, eigentlich Bewohner des kühleren Nordens und von Bergregionen, vertrocknen, werden damit anfällig für Borkenkäfer und sterben großflächig ab. Aber auch unsere Laubbäume leiden unter der Trockenheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aktiver Waldumbau</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forstwirtschaft sieht ihr Heil und das unserer Wälder im Waldumbau, d.h. dem verstärkten Anbau von wärmeliebenden und trockenheitstoleranten Bäumen. Und das natürlich möglichst schnell. Baumarten aus der europäischen Mittelmeerregion bieten sich aus Sicht des Forstes an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Förster in Nußloch setzen auf <strong>Flaumeiche</strong>, aber auch auf <strong>Walnuss </strong>und <strong>Esskastanie</strong>. <br>Die letzteren beiden sind wohl schon mit den Römern zu uns gekommen und kommen vereinzelt in unseren Wäldern vor. Alle drei Baumarten werden von <a href="https://www.fsc-deutschland.de/wald/">Forest Stewardship Council</a> (FSC) und <a href="https://www.naturland.de/de/naturland/wofuer-wir-stehen/oeko-wald.html">Naturland</a> als <strong>nicht standortheimisch</strong> bezeichnet und dürfen in entsprechend zertifizierten Wäldern nicht angepflanzt werden. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/DSC03012-683x1024.jpg" alt="Gepflanzte Kastanien im Nußlocher Gemeindewald" class="wp-image-2505" style="width:750px;height:1024px" width="750" height="1024" /><figcaption class="wp-element-caption">Gepflanzte Kastanien im Nußlocher Gemeindewald</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl sich unser Gemeinderat ursprünglich <a href="https://waldvision-nussloch.de/2022/01/03/rueckblick-aufs-jahr-2021/">für eine FSC-Zertifizierung</a> ausgesprochen hat, steht diese jetzt auf Grund der angedachten Pflanzmaßnahmen in Frage.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kipppunkte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wie sinnvoll ist der hastige Waldumbau mit wärmeliebenden Arten? Tatsache ist, dass sich die mittleren Temperaturen auf der Erde langsam weiter erhöhen werden. Ein Ende des Eintrags von Treibhausgasen in die Atmosphäre ist nicht abzusehen, allen halbherzigen Beteuerungen vieler Staatschefs und -chefinnen zum Trotz. <br>Als Folge davon müssen wir damit rechnen, dass Kipppunkte erreicht werden, die, zumindest absehbar, unumkehrbare Folgen für den Planeten haben werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Golfstrom und AMOC</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einer dieser Kipppunkte ist die sogenannte <strong>atlantische meridionale Umwälzzirkulation</strong> (<em><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Atlantic_meridional_overturning_circulation">AMOC </a>– Atlantic Meridional Overturning Circulation</em>), den meisten von uns sicher besser bekannt als maßgeblicher Teil des <strong>Golfstroms</strong>. Diese Strömung sorgt dafür, dass wir hier in Nordeuropa ein recht mildes Klima haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Vergleich: Heidelberg befindet sich auf dem gleichen Breitengrad wie Neufundland in Kanada oder Irkutsk in Sibirien &#8211; Gebiete, welche wesentlich kälter und für Landwirtschaft und eine hohe Bevölkerungsdichte wenig geeignet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie stehen die Chancen, dass der Golfstrom und AMOC abbrechen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein <a href="https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/was-ist-los-mit-der-atlantikzirkulation/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE">Artikel von Klimaforscher Professor Stefan Rahmstorf</a> (Klimatologe und Abteilungsleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) fasst die neuesten Erkenntnisse zusammen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="922" height="1024" src="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/Ruijian-globe_German-scaled-1-922x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2500" srcset="https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/Ruijian-globe_German-scaled-1-922x1024.jpg 922w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/Ruijian-globe_German-scaled-1-270x300.jpg 270w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/Ruijian-globe_German-scaled-1-768x853.jpg 768w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/Ruijian-globe_German-scaled-1-1382x1536.jpg 1382w, https://waldvision-nussloch.de/wp-content/uploads/2023/08/Ruijian-globe_German-scaled-1-1843x2048.jpg 1843w" sizes="auto, (max-width: 922px) 100vw, 922px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Grafik von Ruijian Gou</em> <em>aus dem Artikel <a href="https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/was-ist-los-mit-der-atlantikzirkulation/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE">&#8222;Was ist los mit der Atlantikzirkulation?&#8220;</a> von Prof. Stefan Rahmstorf</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund von Forschungsarbeiten verschiedener Wissenschaftler hält er es für wahrscheinlich, dass die AMOC noch in diesem Jahrhundert, eventuell schon um 2050 abbricht &#8211; mit entsprechenden Folgen für unser lokales Klima. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens eine Auffassung, welche auch von Prof. Dr. Jürgen Bauhus, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), auf einer <a href="https://waldvision-nussloch.de/2022/12/08/symposium-waldwaerts-in-der-klima-arena-kleine-rueckschau/">öffentlichen Veranstaltung in der Klimaarena Sinsheim</a> vertreten wurde. <br>Einige unserer lokalen Förster waren anwesend, mochten sich dieser Auffassung anscheinend jedoch nicht anschließen.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse sprechen jedoch eindeutig für beispiellose, dringende und ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen, um die Risiken von Kipppunkten im Klimasystem zu bewältigen.</p><cite><a href="https://www.oecd-ilibrary.org/sites/abc5a69e-en/index.html?itemId=/content/publication/abc5a69e-en">OECD-Bericht über Climate Tipping Points</a></cite></blockquote></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Risiken des aktiven Waldumbaus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein hastiger Waldumbau, der neueste wissenschaftliche Erkenntnisse (einschließlich der Arbeiten der Versuchsanstalten zur Baumarteneignung und der Zertifizierungsorgane) außer Acht lässt, ist hochgradig riskant.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Anpassungsfähigkeit natürlich vorkommender Baumarten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bäume und das ganze Ökosystem Wald haben sich über Jahrmillionen an sich verändernde Bedingungen anpassen müssen: das <strong>genetische Potential</strong> z.B. der Buche, Trockenheitsbedingungen zu überstehen, wurde kürzlich in einer <a href="https://www.senckenberg.de/de/pressemeldungen/hitzesommer_ueberleben-oder-austrocknen/">Studie des Senckenberg Instituts</a> dargestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Anbetracht der Tatsache, dass wir nicht genau wissen, was auf den Wald in den nächsten Jahrzehnten zukommt und dass unsere Kenntnisse dieses sehr komplexen Ökosystems nach wie vor sehr beschränkt sind, erscheint eine <strong>vorsichtige Herangehensweise</strong> und ein <strong>Überdenken der bisherigen Forstwirtschaft</strong> im Zusammenhang mit dem Klimawandel angebracht.</p>
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