Unser Wald

In Nußloch verschmelzen die vier großen Landschaftseinheiten des Kraichgaus, des Odenwalds, der Rheinebene und der südlichen Bergstraße zu einem vielgestaltigen, nahezu einzigartigen Naturraum.

Seit mehreren Generationen dient unser Wald den Besucher*innen von nah und fern als Erholungsgebiet und auch als Wohlfühlort. Im Vergleich zu unseren benachbarten Gemeinden in der Rheinebene haben wir gleich in mehrerlei Hinsicht einen Standortvorteil.

Der Nußlocher Wald ist ein Juwel vor der Haustür. Dieser Wald ist wunderschön und hat ein hohes Potenzial. Das wertvollste Kapital sind die vorhandenen Böden.

Volker Ziesling, Diplom-Forstwirt

Im Laufe Zeit ist hier ein Naturraum entstanden, in dem u.a. auch mehrere seltene Fledermausarten beheimatet sind.

Nebelstimmung

Blick im November 2019 über den Nußlocher Wald. Die herbstlich eingefärbten Baumkronen waren zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend intakt

Was unseren Wald besonders macht…

Der Nußlocher Wald fällt wegen seines einzigartigen Naturraums gleich unter mehrere Richtlinien.

Landschaftsschutzgebiet

Landschaftsschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft erforderlich ist zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, einschließlich des Schutzes von Lebensstätten und Lebensräumen bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten, wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit oder der besonderen kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft oder wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung.

In einem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebiets verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen.

Fauna-Flora-Habitat

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie oder Habitatrichtlinie, ist eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union.

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie hat zum Ziel, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen. Die Vernetzung dient der Bewahrung, (Wieder-)herstellung und Entwicklung ökologischer Wechselbeziehungen sowie der Förderung natürlicher Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse.

Es sind Vorkehrungen zu treffen, durch die sich eine Überwachung des Erhaltungszustandes der in dieser Richtlinie genannten natürlichen Lebensräume und Arten sicherstellen lässt.

Natura 2000-Gebiet

Natura 2000 ist ein EU-weites Netz von Schutzgebieten zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten. Es setzt sich zusammen aus den Schutzgebieten der Vogelschutz-Richtlinie und den Schutzgebieten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie.

Für das gesamte europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 gilt ein einheitliches Schutzregime. Neben den Regelungen für die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen und das Verbot von Verschlechterungen dieses wertvollen Naturerbes gehört dazu auch die sog. FFH-Verträglichkeitsprüfung. Dieses Instrument dient dazu, Natura 2000-Gebiete vor Plänen oder Projekten zu schützen, die ein Gebiet dieses Netzes erheblich beeinträchtigen könnten.

Waldmeister-Buchenwald

Im ersten Teil unserer kleinen Reportage stellen wir den für den Nußlocher Gemeindewald typischen Waldmeister-Buchenwald vor. Was zeichnet diesen speziellen Waldtypus aus?

FFH-Gebiet

Große Teile des Nußlocher Gemeindewalds liegen in einem sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Gebiet. Was genau das ist erklären wir in Teil 2.

FFH-Managementplan

Für sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Gebiete existieren Managementpläne. Im letzten Teil unserer Reportage gehen wir auf spezifische Inhalte des für Nußloch relevanten Plans ein.