Erfolgreiche Aktion am 20.8.2022 – Japanischer Knöterich entfernt

Erfolgreiche Mitmachaktion im Nußlocher Gemeimdewald: Die Bürgerinitiative Waldvision Nußloch entfernt gemeinsam mit Freiwilligen den Wuchsherd des Japanischen Knöterichs.

Gemeinsam mit anderen Freiwilligen haben wir heute den Wuchsherd des Japanischen Knöterichs aus dem Nußlocher Gemeindewald entfernt.

Das Team bei der Arbeit
Voller Einsatz auf der Aktionsfläche

Entschlossen für die gute Sache

Zu sechst haben wir uns der Herausfordertung gestellt und den invasiven Neophyten, den wir im April 2022 im Nußlocher Gemeindewald entdeckt hatten, vollständig ausgegraben und entsorgt.

Wie bereits berichtet hatte sich der Japanische Staudenknöterich in den letzten Monaten stark ausgebreitet. Die Pflanze war rasant gewachsen.

Forst und Gemeinde sahen allerdings keine Gefahr für den Baumbestand und gaben uns zu verstehen, dass der Aufwand für die Entfernung nicht in einem sinnvollen Verhältnis zum zu erwartenden Nutzen stünde.

Auch wenn wir über diese Einschätzung aus ökolgischer Sicht sehr enttäuscht waren – schließlich geht es in unserem FFH-Schutzgebiet nach Natura 2000 um weit mehr als nur den Baumbestand – haben wir uns über die Erlaubnis der Gemeindeverwaltung, selbst Hand anlegen zu dürfen, sehr gefreut.

Ökologischer Blick?

Schließlich stellt der Japansiche Staudenknöterich als invasive Art eine große Gefahr für einheimische Pflanzen dar, denen durch weitere Verbreitung des Neophyten die Lebensgrundlage genommen wird. Auch die Naturverjüngung der heimischen Baumarten wird in einem vom Japanischen Knöterich befallenen Waldabschnitt nicht mehr möglich sein.

Aus Fehlern der Vergangenheit lernen

Was passiert, wenn man solche invasive Arten nicht rechtzeitig zurückdrängt, kann man an vielen Beispielen in der näheren Umgebung beobachten: Die Kermesbeere hat zum Beispiel den Sandhäuser Wald und die Schwetzinger Hardt fest im Griff. Auch die Spätblühende Traubenkirsche ist als unrühmliches Beispiel zu nennen. Andere lokale Aktionsbündnisse wie die Bürgerinitiative Pro Waldschutz aus Sandhausen stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe.

In Mannheim und im Odenwald kennen wir etliche Flächen, auf denen der Japanische Staudenknöterich nicht rechtzeitig eingedämmt wurde. Dort wachsen so gut wie keine einheimsichen Pflanzen mehr, und die Ausbreitung der invasiven Art ist nach wie vor rasant.

Schade, dass wir Forst und Gemeindeverwaltung nicht von unserer Sicht auf die Dinge überzeugen konnten!

Gemeinsam für die gute Sache

Um so schöner, dass wir in Nußloch einige Interessierte zu unserer Aktion begrüßen durften.

Mit viel Engagement und guter Organisation konnten wir dem trockenen, mit Schotter durchsetztem Boden trotzen und einen Großteil der Rhizomen des Knöterichs vollständig entfernen.

Die Entsorgung der Pflanzen haben wir dann sicherheitshalber auch direkt selbst in die Hand genommen – über den lokalen Biomüll wird der Japanische Knöterich in der Biogasanlage verbrannt.

Das Team nach getaner Arbeit
Erschöpft, aber glücklich: Die Aktionsfläche wurde erfolgreich bearbeitet.

Wie geht es weiter?

Wir werden die Aktionsfläche in den nächsten Monaten regelmäßig kontrollieren und neue Wuchsherde – so sie denn auftreten sollten – direkt entfernen.

Herzlichen Dank an alle für die tolle Unterstützung!

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